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10.09.20

Talente und Recruiting: Active Sourcing erreicht nur kleinen Teil der Talente

HR steht aktuell vor der Herausforderung, über 573.000 offene Stellen in Deutschland besetzen zu müssen. Viele Personalverantwortliche nutzen dazu das sogenannte Active Sourcing, um qualifizierte Talente auf Businessnetzwerken zu finden und sie direkt anzusprechen. Jedoch erreichen sie über die sozialen Plattformen nur einen kleinen Teil der Talente.

HR-Abteilungen bemühen sich, 573.000 offene Positionen neu zu besetzen. Laut einer Studie des Institute for Competitive Recruiting (ICR) setzen zwei von drei Unternehmen dabei auf das sogenannte Active Sourcing. Dabei sprechen sie Talente über Plattformen wie Xing, LinkedIn und Facebook an. Das Problem dabei ist allerdings, dass die Mehrheit der Top-Talente, gerade auch aus umkämpften Fachbereichen wie IT, über diese Kanäle nicht erreicht wird. Das liegt daran, dass viele Talente auf den bekanntesten Social-Media-Kanälen gar nicht registriert sind. 

Sinnvoll ist es daher für Unternehmen, beim Recruiting auf vielfältige Anspracheformen zu setzen. Das ist umso wichtiger, da aktuell nicht einmal ein Fünftel (17 Prozent) aller Talente auf Jobsuche ist. HR muss somit auch die immerhin mehr als vier Fünftel (83 Prozent) der Talente in den Blick nehmen, die zwar nicht aktiv einen Job suchen, möglicherweise aber an einem neuen Stellenangebot Interesse haben. 

Vielfältige Möglichkeiten zur Ansprache nutzen

Neben der direkten Ansprache über soziale Netzwerke sollten Unternehmen potenzielle Talente auch außerhalb der Businessnetzwerke erreichen. Aktive und passive Kandidaten können Unternehmen mit einem Mix aus Offline- und E-Recruiting-Lösungen erreichen. Zudem sollte die Karriereseite des Unternehmens gepflegt sein und eine Stellenanzeige geschaltet werden, beispielsweise auf Jobbörsen wie Stepstone. Passiv agiernde Talente können Unternehmen durch Active Sourcing, aber auch durch Werbekampagnen in sozialen Medien erreichen.

Alle Maßnahmen, die ein Unternehmen im Recruiting einsetzt, sollte zu seiner Unternehmensmarke passen. Empfehlenswert ist zudem, dass Unternehmen die konkreten Aufgaben der offenen Stelle klar kommunizieren, egal über welche Kanäle sie die Stelle bewerben.