Mitarbeiterzufriedenheit: Viele Mitarbeiter wünschen sich mehr Learning-Angebote im Bereich Digitalisierung.

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04.11.19
Personalentwicklung

50 Prozent der Arbeitnehmer sind unterfordert

Wie zufrieden sind Angestellte? Knapp jeder Zweite fühlt sich unterfordert, Gehalt ist der wichtigste Punkt im Hinblick auf die Zufriedenheit, und sie wünschen sich mehr Weiterbildungen zum Thema digitaler Wandel.

Avantgarde Experts hat 1.000 deutsche Beschäftigte aus verschiedenen Branchen gefragt, wie zufrieden sie mit ihrer Arbeit sind. Das Ergebnis: Die meisten Angestellten sind zufrieden. Der erhobene Arbeitszufriedenheitsindex hat sich im Vergleich zu 2018 kaum verändert, er liegt bei 7,22. Dennoch wollen mehr Mitarbeiter das Unternehmen wechseln, 35 Prozent wären einem Unternehmenswechsel in den nächsten sechs Monaten nicht abgeneigt. Wechselfreudiger sind eher unzufriedene und jüngere Arbeitnehmer.

Auch der wichtigste Jobmotivator hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert: das Gehalt. Mit rund 70 Prozent nimmt es den größten Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und Jobwechselambitionen. Danach folgen flexible Arbeitszeiten und das Arbeitsumfeld. Wenn Angestellte Personalverantwortung tragen, antworten sie überdurchschnittlich positiv. So sind 81 Prozent der Befragten mit Personalverantwortung zufrieden, bei denen ohne Personalverantwortung sind es 68 Prozent.

Trotz hoher Zufriedenheit fühlt sich fast die Hälfte in ihren Jobs unterfordert. Sie haben das Gefühl, ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen zu können.

Digitalisierung: mehr Weiterbildung erwünscht

Besonders gefragt und ein Grund für hohe Zufriedenheit sind Weiterbildungen zum Thema Digitalisierung. Über die Hälfte der Befragten hält berufliche Weiterbildungen für sinnvoll und branchenrelevant. Besonders bei den jüngeren Arbeitnehmern ist die Nachfrage hoch.

Bisher kann sich rund ein Viertel der Befragten vorstellen, Fachwissen mittels digitaler Formate zu erleben. Viel lieber möchten sie aber an Präsenzseminaren teilnehmen. 2018 besuchten die meisten Befragten Bildungsangebote für spezifisches Fachwissen und Datenschutz.