Arbeitnehmer wollen von ihrem Arbeitgeber Diversity und Inclusion.
28.10.19
Unternehmenskultur

New Work: Wie wichtig ist Diversity und Inclusion?

In der modernen Arbeitswelt nehmen Diversity und Inclusion immer mehr an Relevanz zu. Viele Arbeitnehmer wählen nach diesen Kriterien verstärkt ihren nächsten Arbeitgeber aus. Mit einer einfachen Geschäftspolitik sind die Themen nicht durchzusetzen, sondern vor allem digitales Lernen kann bei der Implementierung helfen.

Diversity ist vorteilhaft für Unternehmen: Neben dem moralisch und politisch positiven Ansehen kommen Arbeitgeber, die eine Vielfalt pflegen, gut bei Arbeitnehmern an. In dem Whitepaper „Diversity and Inclusion“ listet Trainingzone und The Open University weitere Vorteile auf, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter unabhängig von ihrer Herkunft oder sonstigen Merkmalen gleich behandeln.

Vorteile von Diversity

  • Unternehmen mit gemischten Managementteams verzeichnen um 19 Prozent höhere Gewinne. Grund dafür ist die Innovationsvielfalt (Boston Consulting Group 2018).
  • Vorstandsmitglieder im oberen Viertel der geschlechtsspezifischen und ethnischen Vielfalt haben mit 21 Prozent und 33 Prozent eine höhere Wahrscheinlichkeit, wieder über den branchenspezifischen nationalen Median des Unternehmensergebnis zurückzukehren (McKinsey & Company 2018).
  • Auch bei der Talentsuche ist Diversity ein Vorteil: 67 Prozent der potenziellen Arbeitssuchenden finden, Diversity sollte ein wichtiges Kriterium bei ihrem zukünftigen Arbeitgeber sein (Glassdoor 2014).
  • Bei der Auswahl des Arbeitgebers achten drei von zehn Arbeitnehmer der Generation Z auf Vielfalt und Inklusion (Deloitte 2018).

Diversity: Implementierung nicht einfach

Bei globalen Unternehmen, die über 1.000 Mitarbeiter haben und in Diversity-Programme investieren, stehen Vielfalt und Inklusion an vorderster Stelle der Geschäftspolitik, wie die Boston Consulting Group 2019 herausfand. Unternehmenspolitik schafft Bewusstsein und Verantwortlichkeit. Um Diversity zu implementieren, sollten Unternehmen aber zusätzlich auch Unterschiede messen und Gehaltsdifferenzen aufzeigen. Eine Bekenntnis zur Vielfalt reicht nicht aus. Unternehmen sollten zusätzlich den Fokus auf Inklusion legen, um sicherzustellen, dass Vielfalt auch implementiert wird.

Inklusion bedeutet laut dem Chartered Institute of Personal and Development, dass Unternehmen Unterschiede als Benefit für sie sehen und verschiedene Perspektiven einnehmen können, um dadurch bessere Entscheidungen treffen zu können. Mitarbeiter fühlen sich wertgeschätzt und können unabhängig von ihrem Hintergrund ihr volles Potenzial entfalten. Ein integrativer Arbeitsplatz ermöglicht  gemischten Teams, effektiv zusammenzuarbeiten. Die Herausforderung bei Diversity und Inklusion ist die Umsetzung, die viel mehr ist als eine reine Unternehmenspolitik.

Technologie kann helfen

Bei der Umsetzung von Diversity und Inklusion kann Technologie helfen: Dazu zählen Algorithmen, die zunehmend für den Einstellungsprozess von Mitarbeitern verwendet werden oder dafür, das Teamgefühl zu stärken. Das können zum Beispiel Spracherkennungs- oder Text-zu-Sprache-Dienste sein.

Eine Form der Technologien ist das digitale Lernen. Laut einer Studie von LinkedIn planen 74 Prozent der Talentmanagementabteilung, Änderungen in ihren Lernprogrammen vorzunehmen. Laut der Studie „Towards Maturity 2016“ erkennen alle Mitarbeiter – unabhängig von ihrem Beruf oder Status – den Mehrwert von digitalem Lernen, so dass einige auch eigenes Geld in Onlinekurse stecken. 

Mitarbeiter finden, dass digitales Lernen hilft, die Persönlichkeit zu entwickeln, neue Fähigkeiten zu erwerben und die Bindung zum Unternehmen zu stärken. Digitale Lern- und Bildungsansätze bieten allen Mitarbeitern Potenzial und tragen so zur Vielfalt und Inklusion bei.