Employee-Experience ist für Unternehmen sehr wichtig. Doch auch die Führungskräfte-Experience darf nicht vergessen werden.

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27.09.19

Wie Managererfahrung Employee-Experience beeinflusst

Geeignete Führungskräfte identifizieren und entwickeln

Employee-Experience ist ein wichtiges Instrument für Unternehmen: Sie stärkt die Bindung, das Engagement und die Leistung. Doch Unternehmen müssen einen Schritt zurückgehen, denn vor Employee-Experience kommt Manager-Experience.

Jeder Arbeitgeber wünscht sich motivierte und leistungsstarke Mitarbeiter, die dem Unternehmen lange erhalten bleiben. Ein wichtiger Faktor, der dazu führt, ist Employee-Experience – die Erfahrung, die Mitarbeiter mit dem Unternehmen verbinden. Darunter fallen zum Beispiel der physische Arbeitsplatz, die Beziehungen zu den Kollegen und die Art und Weise, wie ein Job das allgemeine Wohlbefinden fördert.

Der Marktforscher Gallup hat mehrere Phasen aufgelistet, die Employee-Experience verbessern sollen. Die Manager und ihre Erfahrungen spielen dabei die zentrale Rolle – sie sind der zentrale Treiber, um die Mitarbeitererfahrung zu verbessern. Ihre Interaktion mit den Mitarbeitern ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in den Phasen.

Phasen zu guter Employee-Experience

  • Attract: Bei der Jobwahl achten Millennials vor allem auf die Qualität der Führungskraft.
  • Onboard: Manager sollten beim Onboarding-Prozess dabei sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter ihr Onboarding außergewöhnlich finden, steigt um das 2,5-Fache.
  • Engagement: Bei Abweichungen im Engagement machen Manager 70 Prozent im Team aus.
  • Perform: Nur zwei von zehn Mitarbeitern denken, dass ihre Leistung so gesteuert wird, dass sie zu herausragender Arbeit motiviert sind.
  • Depart: 52 Prozent der ausscheidenden Mitarbeiter sind der Meinung, dass ihr Vorgesetzter sie daran hindern könnte, das Unternehmen zu verlassen. 51 Prozent der Ex-Mitarbeiter hatten aber drei Monate vor ihrem Weggang ein Mitarbeitergespräch

Die zentrale Frage, die sich Unternehmen stellen sollten, lautet: „Wie können Manager Mitarbeiter binden, wenn diese selbst nicht engagiert sind?“ Laut Gallup bilden sie die Brücke zwischen der Vision der Führung und der Realität. Ihr Feedback treibt das Unternehmen voran oder verhindert Prozesse.

Manager brauchen Schulungen

Manager verantworten die Leistung des Unternehmens, die Unternehmenskultur, die Marke und die Werte. Ein Problem ist dabei, dass die meisten Führungskräfte keine bewährten Managementpraktiken beherrschen, die dem neuesten Stand der Wissenschaft entsprechen. Deshalb ist es wichtig, Manager sorgfältig auszuwählen und Führungsfunktionen nicht in erster Linie nach der Amtszeit der Kandidaten zu besetzen. Sie sollten natürliche Talente für die Führung von Teams mitbringen und mit den Kollegen erfolgreich zusammenarbeiten können. Unternehmen sollten zudem Learning-Angebote zur Verfügung stellen, um Manager zeitgemäß auszubilden.