Cornelius Tometten

16.09.22

Deutscher Personalwirtschaftspreis 2022: Das sind die Gewinner

HR übernimmt Verantwortung für Gesellschaft und Beschäftigte.

„Werte leben. Werte schaffen. HR auf neuen Pfaden“ – unter diesem Motto stand die Verleihung des Deutschen Personalwirtschaftspreises #dpp. Zum 30. Mal hat unsere Schwesterpublikation Personalwirtschaft gemeinsam mit Partnern den renommierten HR-Award vergeben.

Vor rund 200 Gästen erhielten sechs Unternehmen für ihre HR-Projekte die Auszeichnung. Sie wurde in sechs Wettbewerbskategorien vergeben. Die Sieger sind: AGCO, Allianz, Atruvia, Deutsche Bahn, Lamilux und ZF Friedrichshafen. Die sechs Projekte hatten eine Fachjury und mehr als 16 000 Zuschauer, die online ihre Stimme abgegeben hatten, überzeugt.

Anlässlich des 30. Jubiläums des dpp wurde zudem der Sonderpreis „Gamechanger des Jahres 2022“ ausgelobt. Diesen erhielten Tatjana Kiel und Marcus Diekmann. Marcus Diekmann hatte kurz nach dem russischen Überfall auf die Ukraine das Jobportal jobaidukraine.com auf die Beine gestellt. Die für Klitschko Ventures als CEO tätige Tatjana Kiel ist die Initiatorin der #WeAreAllUkrainians gGmbH. Inzwischen kooperieren die Macher der beiden Projekte miteinander. Mit dem Gamechanger-Preis würdigt die Personalwirtschaft Vorbilder, die in schwierigen Zeiten Besonderes leisten, Menschen, die vorangehen, sich einsetzen und Neues initiieren. 

Die DPP-Sieger

In der Kategorie Ausbildung und Duales Studium gab es ein äußerst knappes Kopf-an-Kopf-Rennen der drei nominierten Unternehmen. Am Ende siegte das Projekt „Education for Excellence“ von LAMILUX, einem Unternehmen der Heinrich Strunz Gruppe knapp vor der EnBW Energie Baden-Württemberg AG/Netze BW GmbH und dem Automobilzulieferer Continental. Die Lamilux-Azubis erwerben bei ihrer Ausbildung neben fachlichen Fähigkeiten auch Sozial-, Selbst- und Digitalkompetenzen. So übernehmen Azubis beispielsweise eine Zeit lang die Hausaufgabenbetreuung von Grundschülern.

Genauso eng war die Entscheidung auch in der Kategorie Betriebliches Gesundheitsmanagement & Mental Health. Gewinner ist AGCO vor DEVK Versicherungen und Diehl Aviation. AGCO, ein Hersteller von Traktoren und Landtechnik, überzeugte die Jury und Online-Voter mit seinem ganzheitlichen Gesundheitsmanagement, das gesundheitsförderndes Verhalten, gesunde Arbeitsbedingungen und ein gesundes Miteinander an allen Standorten fördert.

In der Kategorie HR Tech & Digital sahen Jury und Online-Voter die Allianz SE klar vor dem Dax-Konzern Henkel und der Bomag GmbH. Die globale Umsetzung von Equal Pay steht im Zentrum des preisgekrönten Allianz-Projektes. Mit einem datenbasierten innovativen Ansatz stellt der Versicherungskonzern sicher, dass für gleiche oder gleichartige Arbeit unabhängig vom Geschlecht mehr als 100.000 Beschäftigte in über 70 Ländern den gleichen Lohn erhalten.

Ein Duell an der Spitze gab es in der Kategorie Leadership & Kultur. Am Ende hatte die Atruvia AG die Nase vorn vor dem Baur Versand und der Vodafone Deutschland GmbH. Der IT-Dienstleister Atruvia ging 2015 aus dem Zusammenschluss zweier vormals eigenständigen Unternehmen hervor, in der Folge wurde eine neue Führungs- und Unternehmenskultur etabliert, wofür Hierarchien, Strukturen und Silos aufgebrochen und eine eigenverantwortliche und crossfunktionale Arbeitsweise eingeführt wurden.

DPP-Gewinnerin in der Kategorie Recruiting und Employer Branding ist die Deutsche Bahn mit ihrem Projekt „Women@DB“ vor der Lufthansa und dem Technologiekonzern Körber. Die DB will weiblicher werden, bis 2024 sollen 30 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt sein. Vor zwei Jahren wurde dafür die Strategie „Women@DB“ entwickelt – dahinter stehen 30 konkrete Maßnahmen von der Lightshow am Berliner Hauptbahnhof am Weltfrauentag über die gezielte Ansprache von 25 Millionen Frauen, bei denen sich das Unternehmen als Arbeitgeberin beworben hat, bis hin zu einem Frauen-Dashboard, auf dem sämtliche HR-Daten jederzeit abrufbar sind.

Die Kategorie Talent & Learning schließlich entschied der Technologiekonzern ZF Friedrichshafen AG für sich, gefolgt von dm drogerie markt und ThyssenKrupp Materials. Der Umstieg auf die Elektromobilität ist für die 150 000 ZF-Mitarbeitenden eine enorme Herausforderung. Jobprofile ändern sich ebenso wie die Kompetenzanforderungen an die Beschäftigten. Mit dem Projekt der E-Cademy erhalten alle Mitarbeitenden der Division E Basiswissen zur E-Mobilität.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Deutschen Personalwirtschaftspreises dpp.