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16.02.22

Beschlussvorlage: Homeoffice-Pflicht könnte bald enden

Mit dem Beginn des Frühlings könnten in Deutschland die meisten Coronaregeln fallen. Laut einer Beschlussvorlage zur Bund-Länder-Konferenz auch die Pflicht, Homeoffice anzubieten.

Kehren schon Ende März Millionen Beschäftigte in die Büros zurück? Eine Beschlussvorlage zur Ministerpräsidentenkonferenz am heutigen Mittwoch jedenfalls sieht das Ende der sogenannten Homeoffice-Pflicht vor. Seit November 2021 waren deutsche Arbeitgeber erneut verpflichtet, allen Beschäftigten, die auch von zu Hause aus arbeiten können, dies zu erlauben. Das hatte zwar zu einer Erhöhung der Homeoffice-Quote geführt, dennoch kehrten im Winter 2021/2022 nicht so viele Beschäftigte an den heimischen Schreibtisch zurück wie im Frühjahr 2021.

Auch wenn die Pflicht entfallen sollte, heißt es im Vorschlag weiter: „Arbeitgeber können weiterhin im Einvernehmen mit den Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice anbieten, wenn dem keine betrieblichen Gründe entgegenstehen und dies im Interesse des betrieblichen Infektionsschutzes liegt (zum Beispiel bei Tätigkeiten in Großraumbüros).“

Coronaregeln nach und nach lockern

Die geplante Abschaffung der Homeoffice-Pflicht ist Teil eines umfassenden Vorhabens der Bundesregierung, nach und nach die Coronaregeln zu lockern, sofern es die Infektionszahlen erlauben. So sollen private Zusammenkünfte schon bald wieder mit mehr Personen stattfinden dürfen; ab Anfang März 2022 soll in der Gastronomie wieder die 3G-Regel gelten.

„In einem dritten und letzten Schritt ab dem 20. März 2022“ sollen dann „alle tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen“ entfallen, heißt es in dem Entwurf, wozu eben unter anderem die Homeoffice-Pflicht gehört. An der Maskenpflicht soll dagegen nicht gerüttelt werden.

Zur Verlängerung des Kurzarbeitergeldes (KuG) findet sich ebenfalls eine Passage in dem Entwurf, wie auch zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht, die (Stand jetzt) Mitte März in Kraft tritt: Zu ihrer Umsetzung „befinden sich die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister des Bundes und der Länder in einem intensiven Abstimmungsprozess. Die Gesundheitsämter haben ein Ermessen bei der Umsetzung der Maßnahmen. Ein Betretungsverbot stellt die letzte Stufe dar. Daher wird es nicht sofort flächendeckend automatisch zu derartigen Betretungsverboten kommen.“

Der Beitrag ist zuerst auf der Seite unserer Schwesterpublikation Personalwirtschaft erschienen.