Das wollen Mitarbeiter, die im Ausland arbeiten.

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05.08.19
Global Mobility

Global Mobility – welche Hilfe Expats brauchen

Entsandte wollen Unterstützung vom Arbeitgeber, werden aber manchmal allein gelassen.

Umzugshilfe, Unterstützung vor Ort und einen Zugang zum lokalen Netzwerk – das wollen Expats von ihren Arbeitgebern. Die Studie „Expat Insider 2018“ von InterNations Business Solutions hat weltweit 18.135 Expats gefragt, welche Unterstützung sie wollen. Insgesamt wurden fast gleich viele Frauen wie Männer befragt.

Am meisten werden die befragten Expats von ihrem Arbeitgeber beim Umzug unterstützt, bei 54 Prozent hat das Unternehmen oder ein entsprechender Dienstleister beim Umzug ins Ausland geholfen. 31 Prozent hätten sich jedoch Unterstützung gewünscht, und 15 Prozent hätten keine gebraucht. Die Umzugshilfe haben fast gleich viele männliche wie weibliche Expats erhalten. Auch bei dem Wunsch danach oder dass sie die Hilfe nicht benötigen, gibt es kaum Unterschiede.

Als zweitgrößte Unterstützung vom Arbeitgeber erhalten die Expats eine Pauschalzahlung für den Wechsel ins Ausland, 47 Prozent der Befragten haben den Bonus erhalten. Jedoch hätten sich 41 Prozent die Extrazahlung gewünscht, während 13 Prozent sie nicht gebraucht hätten. Insgesamt haben 5 Prozentpunkte mehr Männer als Frauen eine finanzielle Unterstützung erhalten. So haben auch mehr Frauen (44 Prozent) als Männer (39 Prozent) den Wunsch nach einer solchen Hilfe. Sowohl 13 Prozent der befragten Männer wie auch der Frauen haben die zusätzliche Unterstützung nicht gebraucht.

Sprachkurse sind erwünscht

Informationen zum Leben vor Ort ist mit 40 Prozent die drittgrößte Unterstützung, die die Entsandten erhalten. Noch mehr (43 Prozent) wünschen sich diese Informationen von ihrem Arbeitgeber, während 17 Prozent sie nicht benötigten. Zwischen Frauen und Männern gibt es keine großen Unterschiede, aber mit 3 Prozentpunkten haben etwas mehr Frauen als Männer die Unterstützung erhalten, 2 Prozentpunkte mehr Frauen wünschen sich die Informationen. Demnach fordern 4 Prozent weniger Männer solche Informationen.

Es wurden mehr Sprachkurse gewünscht, als dass sie die Expats bekommen haben. 40 Prozent hätten gerne einen Kurs angeboten bekommen, 10 Prozent durften einen belegen. 31 Prozent haben ihn nicht gebraucht. Insgesamt hat ein kleiner Anteil Frauen mehr Sprachkurse gefordert und an solchen auch teilgenommen. Etwas mehr Männer hätten ihn nicht gewollt.

Mehr als jeder fünfte Expat hat auch für seinen Ehepartner Unterstützung von seinem Arbeitgeber erhalten, während sich weitere 33 Prozent solche Hilfe gewünscht hätten. Der Großteil (44 Prozent) hat das nicht für nötig befunden. Zwischen Frauen und Männern zeigt sich hier der größte Unterschied: 17 Prozent der Partner von weiblichen Expats haben Hilfe bekommen, bei den Partnern der Männer waren es 8 Prozent mehr. 62 Prozent der Frauen hätten die Unterstützung für ihren Partner nicht gefordert, während es bei den Männern 43 Prozent waren. 

Expats wollen Unterstützung beim Netzwerken

Bei der Unterstützung zum Zugang der lokalen Netzwerke und anderen Sozialisationschancen gibt es einen großen Wunsch der Mitarbeiter: Rund 60 Prozent hätten sich so eine Möglichkeit vom Arbeitgeber gewünscht, weniger als 20 Prozent haben sie erhalten. Im Durchschnitt wünschen sich das Frauen noch mehr, während es Männer für weniger nötig halten.

Auch oft gewünscht, aber nicht angeboten wird interkulturelles Training. Die Hälfte der Befragten hätte ein solches Angebot von ihrem Arbeitgeber für gut befunden. 17 Prozent konnten ein Training absolvieren, und rund doppelt so viele hätten kein Training gebraucht. Auch hier fordern Frauen die Möglichkeit etwas mehr als Männer.

Am wenigsten erhalten die Expats von ihrem Arbeitgeber eine Mitgliedschaft in einer Expat-Organisation, etwa 8 Prozent der Befragten. Hier wünscht sich der höchste Expatanteil (64 Prozent) ein Angebot des Arbeitgebers, 27 Prozent bräuchte ein Angebot nicht. Bei den Männern und Frauen zeigt sich kein großer Unterschied in der Frage, wer Mitglied ist, aber 4 Prozent der Frauen würden sich das noch mehr wünschen. So brauchen auch 30 Prozent der Männer kein Angebot, bei den Frauen wollen das 26 Prozent nicht.