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14.04.20

Coronavirus und Global Mobility: Talente in der Krise mobilisieren

Global Mobility ist infolge der Coronakrise stark eingeschränkt. Damit Mitarbeiter auch trotz der Krise mobil bleiben, sollten Personalabteilungen Handlungsempfehlungen beachten.

Auch während der Pandemie und der aktuellen Reisebeschränkungen sollten Unternehmen die internationale Mitarbeitermobilität und Entsendungen, die voraussichtlich erst nach dem Abklingen der Krise in vollem Umfang möglich sein werden, im Blick behalten. Crown World Mobility hat in seinem Bericht „Global Mobility Trends 2020“ Maßnahmen für internationale Reisetätigkeit trotz Pandemie zusammengestellt. Sie ebnen sie den Weg für Mitarbeiterentsendungen in der Organisation und bereiten HR und Mitarbeiter auf Entsendungen vor. Dazu gehören unter anderem Sorgfaltspflichten, Empfehlungen zur Nachhaltigkeit bei der Mitarbeitermobilität sowie die Förderung von Global Mobility Communities. 

Sorgfaltspflicht von HR

Für HR ist es wichtig, die Sorgfaltspflichtstrategie des Unternehmens regelmäßig zu überprüfen und zu aktualisieren. Ein großer Teil der Mobilitätspflicht besteht darin, Geschäftsreisende und ihre Familien auf unerwartete Krankheiten und Unfälle, politische Umwälzungen und Terrorismus vorzubereiten sowie Fragen zur persönlichen und familiären Sicherheit zu beantworten. Dazu gehört auch, Mitarbeiter auf finanzielle Auswirkungen ihres Umzugs, steuerliche Konsequenzen, kulturelle und sprachliche Unterschiede hinzuweisen.

Ein weiteres Augenmerk sollte auf den Aufenthaltsregelungen sowie möglichen Einreiseauflagen oder -beschränkungen liegen. Diese sind infolge der Ausbreitung des Coronavirus verschärft und wirken sich auf die Arbeit von HR und mögliche Entsendungen aus.

Bei alledem sollte die Personalabteilung das Wohl der Mitarbeiter im Blick haben. Psychische Probleme werden im Arbeitsumfeld oft tabuisiert. HR sollte sie dennoch im Global-Mobility-Programm offen ansprechen. 

Nachhaltigkeit bei Mobilität

HR kann in das Global-Mobility-Programm nachhaltige Richtlinien für den Umzug ins Ausland aufnehmen. Darunter können Empfehlungen zur Abfallreduzierung bzw. Wiederverwertung sein, etwa Tipps zum Spenden nicht benötigter Gegenstände. Die Personalabteilung sollte die entsandten Mitarbeiter zudem über Recyclingmaßnahmen im Empfängerland informieren.

Darüber hinaus kann sie durch das Bereitstellen von Onlineformularen ermöglichen, dass Mitarbeiter Aufgaben von jedem Ort aus selbst erledigen können und dabei Papier sparen. Auch virtuelle Wohnungs- und Schulbesichtigungen fördern die Nachhaltigkeit. Für die Mobilität kann HR Elektrofahrzeuge bereitstellen oder das Personal ermutigen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. 

Globale Mobility Communities

Soziale Netzwerke spielen – nicht nur während der Pandemie – eine immer größere Rolle für Expatriates. Für Global-Mobility-Teams bieten sie eine Chance, sich mit anderen Entsandten auszutauschen. HR sollte solche Plattformen gezielt für Teams zur Verfügung stellen, die auf mehrere Standorte verteilt sind.