Jubel bei den Angestellten im öffentlichen Dienst: Ihre Entgelte steigen um rund 8 Prozent.

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05.03.19

Neuer Tarifabschluss bringt 8 Prozent Entgelterhöhung im öffentlichen Dienst der Länder bis 2021

Die Tarifpartner für die Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder haben sich auf einen neuen Tarifabschluss geeinigt. Demnach werden die Entgelte der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in drei Stufen um rund 8 Prozent oder mindestens 240 Euro steigen.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und die Gewerkschaften verdi, dbb Beamtenbund und Tarifunion sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben sich am 2. März 2019, in Potsdam auf einen Tarifabschluss geeinigt. Der Abschluss sieht vor, dass die Entgelte der Beschäftigten in drei Stufen um insgesamt rund 8 Prozent steigen. Dabei werden die Entgelte in einer ersten Stufe rückwirkend zum 1. Januar 2019 linear in einem Gesamtvolumen von 3,2 Prozent erhöht, mindestens jedoch um 100 Euro je Monat. Zum 1. Januar 2020 steigen die Gehälter ebenfalls um ein Gesamtvolumen von 3,2 Prozent, jedoch mindestens um 90 Euro je Monat. Schließlich folgt zum 1. Januar 2021 eine dritte Stufe mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Prozent, aber mindestens um 50 Euro je Monat. Dabei wird die jeweilige Stufe 1 in der Tabelle überproportional erhöht. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 33 Monate, er endet am 30. September 2021.


Bessergestellt werden auch Auszubildende. Sie erhalten zum 1. Januar 2019 und zum 1. Januar 2020 jeweils 50 Euro monatlich mehr. Auch erhöht sich ihr Urlaubsanspruch um einen Tag auf 30 Tage. Zudem werden die alten Übernahmeregelungen wieder in Kraft gesetzt. Hinzu kommen strukturelle Verbesserungen, vor allem für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sowie für die Pflege.

In Mangelberufen den Wettbewerb steigern

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, Ulrich Silberbach, kommentierte den Tarifvertrag: „Gerade in den Mangelberufen hätten wir die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes nachhaltiger stärken müssen und können.“ Die Landesregierungen sollten jetzt das Volumen des Abschlusses zeit- und systemgerecht auf die Landes- und Kommunalbeamten übertragen.