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24.09.21

Corona-Regeln für Kurzarbeit verlängert

Der erleichterte Zugang zur Kurzarbeit ist bis Jahresende 2021 verlängert worden.

Noch bis Jahresende 2021 können Unternehmen unter erleichterten Bedingungen Kurzarbeit einführen. Die Bundesregierung hat die Corona-Sonderregeln für Kurzarbeit um drei weitere Monate verlängert. Bis zum Jahresende 2021 gelten nun erleichterte Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld –  auch für Betriebe, die erst nach dem 30. September Kurzarbeit einführen. Die Bundesregierung hat die Kurzarbeitergeldverordnung entsprechend angepasst.

Generell gilt bis Jahresende, dass nur 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebs von Arbeitszeitkürzungen betroffen sein müssen, damit der Betrieb Kurzarbeit anmelden kann. Auch Leibarbeitnehmer können Kurzarbeitergeld beantragen.Bei Kurzarbeit erstattet die Bundesagentur für Arbeit weiterhin den Arbeitgebern die Sozialbeiträge in voller Höhe.

Beschäftigte, die von Kurzarbeit betroffen sind, erhalten mindestens 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Je nach Bezugsdauer und Kinderzulage können sie bis zu 87 Prozent ihres Nettolohns erhalten.

Anstieg der Arbeitslosigkeit vermeiden

Durch die Verlängerung der Sonderregeln für Kurzarbeit möchte die Bundesregierung Arbeitsplätze sichern. Auch soll durch die Regelungen abgefedert werden, wenn Unternehmen nach Lockerungen kurzfristig erneut Kurzarbeit einführen müssen.  

Viele Unternehmen sind noch nicht wieder voll ausgelastet, auch wenn es mittlerweile eine Erholung gegeben hat. Insbesondere die Unterhaltungsbranche, der Einzelhandel, die Reise- und Tourismusbranche sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe leiden weiterhin unter Umsatzeinbußen. Ob ab Herbst 2021 weitere Virusmutanten oder auch die Delta-Variante des Coronavirus die Wirtschaft erneut beeinträchtigen, ist noch nicht absehbar.