Digitales Total-Rewards-Management

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30.06.20

Digitales Total-Rewards-Management

Digitale Prozesse und eine strukturierte Organisation stehen für den Großteil der Unternehmen oben auf der Agenda. Das liegt auch daran, dass HR-Abteilungen oft schmal aufgestellt sind und die Digitalisierung gerade ihnen Chancen bietet, Prozesse zu automatisieren, zu beschleunigen und Fehlerquoten zu verringern. Zur Digitalisierung von Unternehmensprozessen zählt auch die Digitalisierung von Total-Rewards-Prozessen, wie Monika Lang, Benify, beim Praxisforum Total Rewards vorstellte.

Die Einführung digitaler Rewards sei eine Win-win-situation für Unternehmen und Mitarbeiter, weiß Monika Lang vom IT-Unternehmen Benify aus Erfahrung. Das digitale Total-Rewards-Management kann folgende Aspekte umfassen:

  • einen transparenten Vergütungsüberblick
  • den einfachen Zugriff – auch von unterwegs via App
  • automatisierte Prozesse
  • eine moderne Employee Experience
  • die Auswahl flexibler Benefits
  • Steuerung lokaler und globaler Angebote über ein Shared Service Center
  • effiziente Kontrolle und Steuerung der Benefitkosten

Die Technologie erleichtert den Mitarbeitern den Zugang zu Benefits, verbessert die Kommunikation und bietet ihnen lebensphasenorientierte, flexible Nebenleistungen. Beide Seiten profitieren von einer verbesserten Employee-Experience im Total-Rewards-Bereich. Zudem verringert die Technologie den Verwaltungsaufwand und vereinfacht die Steuerung von Benefitmaßnahmen. 

Tool muss für Unternehmen konfiguriert sein

Wichtig ist, dass ein Unternehmen bei der Einführung von Digital Rewards ein auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Tool einsetzt. Dadurch kann es seine neue Strategie gegenüber den Mitarbeitern kommunizieren und sie im gesamten Unternehmen ausrollen. Ein solches Tool, das als Mitarbeiterportal oder -App gestaltet sein kann, kann ein Medium zwischen der Strategie des Unternehmens und dem Mitarbeiter sein.

Employee Experience im Fokus

Im Fokus des Tools steht die Employee Experience. „Genauso schnell, wie ein Mitarbeiter im Alltag ein Taxi rufen oder eine Pizza bestellen kann, sollte er seine Rewards-Themen unkompliziert abwickeln können und nicht mit einem Stapel Papier durch das Büro laufen müssen“, veranschaulicht Monika Lang. Die Employee-Experience müsse dem gleichen, was Menschen heute schon in ihrem Alltag bei der Nutzung digitaler Medien gewohnt seien.

Der Arbeitgeber profitiert von der Digitalisierung der Prozesse: Wenn Mitarbeiter im Portal Entscheidungen zu Rewards digital treffen, erhält das Unternehmen eine Datengrundlage. Auf dieser Basis kann es Entscheidungen für die Zukunft treffen und seine Total Rewards anpassen. Das digitale System ist somit für das Unternehmen auch ein Steuerungselement.

Kommunikation erhöht Mitarbeitermotivation

Eine Studie für die Benify mehr als 20.000 Mitarbeitern verschiedener Unternehmen befragt hat, zeigt, dass Mitarbeiter ein Benefitsprogramm umso besser bewerten, je besser sie darüber informiert sind. Kommunikation, die über das Mitarbeiterportal erfolgen kann, erhöht die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeiter. Darüber hinaus steigert es auch die Mitarbeiterbindung. Über das Mitarbeiterportal kann das Unternehmen sowohl einzelne Angestellte, Gruppen als auch die gesamte Belegschaft ansprechen. 

Flexible Benefits zahlen sich aus

Für Unternehmen ist es nicht einfach, flexible, lebensphasenorientierte Angebote bereitzustellen und zu managen. Eine flexible Benefitslandschaft bedeutet, eine Vielfalt anzubieten, die die Bedürfnisse der Mitarbeiter fokussiert und Lösungen für die wichtigsten Herausforderungen der Mitarbeiter bereithält.

Das geht über die klassische Versorgung der Mitarbeiter beispielsweise durch das Angebot einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) hinaus und umfasst auch Benefits zu den Themen Worklife-Balance und Gesundheit. Wenn es einem Unternehmen gelingt, seinen Mitarbeitern flexible Angebote anzubieten und damit auf deren Bedürfnisse einzugehen, verbessert sich ebenfalls die Bindungsrate.