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25.02.20

Financial Wellbeing: sechs Tipps für eine Wellbeing-Strategie

Negativer Stress ist ein großes Gesundheitsrisiko in Unternehmen und wirkt sich ungünstig auf die Leistungsfähigkeit der einzelnen Mitarbeiter und die Produktivität des gesamten Unternehmens aus. Ein erheblicher Stressfaktor sind finanzielle Sorgen im Privatleben. Manche Arbeitgeber haben das erkannt und setzen auf Maßnahmen zur Förderung des Financial Wellbeings, des finanziellen Wohlbefindens. Dabei sollten sie einige Punkte bedenken.

Im Rahmen ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements können Arbeitgeber den kurz- und mittelfristigen Finanzbedarf ihrer Mitarbeiter im Blick haben (siehe auch „Financial Wellness und betriebliches Gesundheitsmanagement“). Sie können ihnen helfen, das Financial Wellbeing zu steigern. Das trägt dazu bei, dass sich die einzelnen Mitarbeiter weniger finanzielle Sorgen machen, sich besser auf die Arbeit konzentrieren können und leistungsfähiger werden. Auch fühlen sich die Mitarbeiter dadurch wertgeschätzt, was zu einem positiven Unternehmensklima beiträgt. 

Wie etabliert ein Unternehmen ein Financial-Wellbeing-Programm?

Personaler, die in ihrer Organisation ein Wellbeing-Programm etablieren möchten, können folgenden Leitfaden nutzen: 

  1. Bevor die HR-Abteilung ein Programm entwirft, sollte sie die finanziellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter in allen Ebenen der Organisation abfragen. Dadurch kann sie abschätzen, wer das Programm am dringendsten benötigt und welche Maßnahmen den größtmöglichen Nutzen für das Financial Wellbeing ihrer Mitarbeiter haben, und die Angebote zielgruppenorientiert zuschneiden.
  2. Die Personalabteilung sollte das Programm so aufbauen, dass alle Mitarbeiter es leicht verstehen und die Auswirkungen auf ihr Financial Wellbeing erkennen.
  3. Private Finanzangelegenheiten sind am Arbeitsplatz immer noch ein Tabuthema. Diejenigen, die das Programm am dringendsten benötigen, wollen am wenigsten über Geld sprechen und Hilfe annehmen. Daher sollte ein Kulturwandel im Unternehmen stattfinden, der es ermöglicht, offener über dieses Thema zu sprechen.
  4. Wer ein Wellbeing-Progamm etabliert, muss sich bewusst sein, dass es nicht alle Mitarbeiter ansprechen kann. Daher sollten die Personaler zunächst diejenigen adressieren, für die es am wichtigsten ist. Von diesem Ausgangspunkt aus kann HR das Wellbeing-Programm weiteren Mitarbeitern anbieten. Möglicherweise gibt es im Unternehmen schon Initiativen, in die die HR-Abteilung das neue Wellbeing-Programm integrieren kann.
  5. Ein entscheidender Punkt ist, die neuen Benefits zum Financial Wellbeing im Unternehmen zu kommunizieren. Das ist in divers zusammengesetzten Belegschaften, die weltweit verteilt sind, eine Herausforderung.
  6. Die HR-Abteilung muss das Management von den Vorteilen des Programms überzeugen. Das gelingt am besten, indem sie die Erfolge des Programms anhand von Kennzahlen herausstellt. Zudem muss die Strategie für das Financial Wellbeing in die Unternehmensstrategie eingebunden sein.