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28.04.21

BGM: Wie Unternehmen den Stress bei Mitarbeitern reduzieren helfen

Am heutigen Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (28. April) stehen besonders die Arbeitsbedingungen während der gegenwärtigen Pandemie im Fokus. Unternehmen können die Bedingungen aktiv verbessern, indem sie den Mitarbeitern ausgleichende Sport- und Gesundheitsangebote machen.

Immer mehr Arbeitnehmer leiden unter negativen Effekten des Arbeitens im Home-Office. Zwar gibt es viele Vorteile beim Arbeiten im Home-Office. Doch das permanente Arbeiten zu Hause kann auch negative Folgen haben.

Viele Mitarbeiter verspüren im Home-Office eine hohe Belastung: Sie müssen ihren Arbeitsalltag weitgehend selbst organisieren, haben kaum soziale Kontakte, die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben verschwimmt. Hinzu kommt, dass viele Arbeitnehmer stundenlang am Schreibtisch sitzen, ihr Arbeitsplatz nicht ergonomisch eingerichtet ist und sie viele Stunden ohne Unterbrechung auf den Bildschirm schauen. Dabei gibt es kaum Pausen für körperliche Bewegung und nur selten Auszeiten für die Augen.

Insbesondere die Augen sind stark beansprucht, denn wir nehmen vier Fünftel aller Informationen (80 Prozent) über die Augen auf. Die Augen brauchen zwischendurch Ruhe oder Training – ebenso wie der Körper. Jede Minute Bewegung kompensiert eine Minute starres Sitzen und beugt gesundheitlichen Problemen durch übermäßiges Sitzen und Bildschirmarbeit vor.

Unternehmen sollten Mitarbeiter unterstützen

Unternehmen sollten gerade in der aktuellen Pandemie die mentale und körperliche Gesundheit ihrer Mitarbeiter im Blick haben und fördern. Ein ausgleichendes Sport- und Entspannungsprogramm, das sie in ihre Gesundheits- oder Benefitsstrategie integrieren können, kann den Arbeitnehmern helfen, Erschöpfung sowie den Effekten unergonomischer Heimarbeitsplätze vorzubeugen.

In speziellen Kursen können Arbeitnehmer Techniken erlernen, um die Folgen des übermäßigen digitalen Konsums auszugleichen. Unternehmen, die Kurse für die gesamte Belegschaft anbieten, fördern darüber hinaus auch das Gemeinschaftsgefühl.

Drei Säulen sollten Unternehmen in ihrer Strategie besonders berücksichtigen:

  1. Training für die Augen
    Das digitale Arbeiten führt zunehmend zu Augenproblemen wie dem Computer Vision Syndrom. Viele Arbeitnehmer klagen zudem über Nacken- und Kopfschmerzen, Schwindel, Schwierigkeiten beim Fokussieren, Doppeltsehen und plötzliche Kurzsichtigkeit. Unternehmen können ihren Mitarbeitern, beispielsweise über das Intranet, Tipps geben, wie sie im Alltag die Augen entlasten können. Das können einfache Yoga- und Meditationsübungen sein, um Atmung und Augen bewusst zu aktivieren, sowie Bewegung im Tageslicht und an der frischen Luft oder auch Übungen, die erholsamen Schlaf fördern. Vieles lässt sich leicht in den Arbeitsalltag integrieren.
  2. Abwechslung für die Augen durch Blick in die Ferne
    Genauso wichtig ist es, den Augen Abwechslung zu bieten. Der regelmäßige Blick in die Ferne, das Blicken in verschiedene Entfernungen und die Lockerung der Kiefermuskulatur helfen dabei, das Nervensystem und die Muskeln rund um das Sehorgan zu trainieren. Das trägt dazu bei, die Augen zu entspannen und ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Zudem gibt es Sportarten, bei denen der Blick in die Ferne die Basis bietet: Beispielsweise gibt das Fixieren eines bestimmten Punktes beim Surfen Halt auf dem Board und ermöglicht beim Tanzen Pirouetten.
  3. Work-Life-Balance finden
    Letztendlich ist eine ausgeglichene Work-Life-Balance für das Wohlbefinden unerlässlich. Jede Art von Sport- und Entspannungskurs hilft, Krankheiten vorzubeugen, die durch das einseitige Arbeiten am Bildschirm entstehen. Gerade in der aktuellen Corona-Situation können Unternehmen ihrer Belegschaft vielseitige Firmensportprogramme anbieten, etwa flexible Sport- und Wellnessmitgliedschaften mit Präventionskursen, Fitnesskursen, Work-outs oder auch Functional Trainings.

Unternehmen, die Gesundheitsförderung in ihr Benefitsportfolio aufnehmen, fördern nicht nur die Gesundheit ihrer Mitarbeiter, sondern sichern langfristig auch ihre eigene Leistungsfähigkeit.