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02.09.20

E-Mobilität und Dienstwagen: mehr Elektrofahrzeuge und alternative Mobilität gefragt

Arval Mobility Observatory 2020: Unternehmen stehen alternativen Mobilitätslösungen grundsätzlich offen gegenüber, setzen sie aber nur gemäßigt um.

Unternehmen unterschiedlichster Größe sind alternativen Antrieben gegenüber aufgeschlossen oder planen deren Einsatz. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Arval Mobility Observatory 2020“. Befragt wurden 5.600 Flottenmanager in 20 Ländern, davon 301 in Deutschland. Alternative Antriebe haben in Deutschland weiterhin großes Potenzial. Aufgrund der attraktiveren steuerlichen Anreize entscheiden sich Unternehmen vor allem für Plug-in-Hybride oder batterieelektrische Fahrzeuge. Auch im Bereich Ladeinfrastruktur gibt es Fortschritte: Die Hälfte der deutschen Unternehmen ergreift oder plant Maßnahmen für eine Installation von Ladepunkten auf dem Betriebsgelände oder bei Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu Hause.

Der prozentuale Anteil der deutschen Unternehmen, die bereits Elektrofahrzeuge einsetzen, ist aber im internationalen Vergleich weiterhin gering. Er kann jedoch in den kommenden drei Jahren stark ansteigen, so die Studienautoren. Zu einem großen Teil wird diese Entwicklung durch die kürzlich von der Bundesregierung angekündigten Post-Covid-19-Maßnahmen unterstützt.

Auch zeigen Unternehmen grundsätzliche Offenheit gegenüber alternativen Mobilitätslösungen, setzen sie aber nur gemäßigt in die Praxis um. Häufig zeigen sich Verzögerungen bei der Fahrzeugauslieferung oder lange Wartezeiten für Plug-in- und Elektrofahrzeuge. Dadurch setzen sich Unternehmen aktiv mit weiteren alternativen Mobilitätsformen auseinander, nehmen sie aber letztlich nur spärlich an. Lediglich 53 Prozent der Unternehmen haben alternative Mobilitätslösungen für ihre Mitarbeiter umgesetzt. Sie konzentrieren sich dabei hauptsächlich auf öffentliche Verkehrsmittel (27 Prozent), mittelfristig eingesetzte Mietwagen (21 Prozent) und Fahrgemeinschaften zwischen Mitarbeitern (16 Prozent). Letztere verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 10 Prozent. Auch Carsharing-Angebote und Mitfahrgelegenheiten werden in Deutschland deutlich weniger genutzt als im übrigen Europa.